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Der Fischotter (im Volksmund auch Wassermarder genannt) gehört in Mitteleuropa zu den am meisten bedrohten Säugetierarten.
In Europa lebt der eurasische Fischotter (Lutra lutra).
Der ausgewachsene Fischotter wiegt ca. 7 - 12 kg und ist ca. 130 cm lang, wobei der Schwanz schon ca. 40 cm
misst.
Sein Fell ist kurz und glänzend. Es ist das dichteste Fell unter den bei uns lebenden Säugetieren. Zwischen den Haaren sind viele Luftkammern, so
dass der Körper gegen Kälte gut isoliert ist. Die Fellfarbe ist mittelbraun mit verschieden ausgeprägten grauen, weißen oder gelben Partien an Brust, Hals und Wangen.
Der Kopf ist längl., oval und abgeflacht. Mit den langen, kräftigen Barthaaren orientiert sich der Fischotter im trüben Wasser und bei der Jagd.
Beim Tauchen sind Ohren und Nase verschlossen, so daß kein Wasser eindringen kann.
Der Fischotter ist ein reiner Fleischfresser, allerdings ernährt er sich nicht nur von Fischen, wie sein Name vermuten
lässt, sondern auch von Fröschen, Krebsen und anderen am und im Wasser lebenden Tieren. Die Zusammensetzung ist je nach Jahreszeit recht unterschiedlich.
Der Fischotter ist vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv. Er wandert in einer Nacht manchmal mehr als 20 km (über Land und im Wasser).
Fischotter haben keinen richtigen Bau, sondern sie nutzen Baumwurzeln, dichtes Gebüsch oder auch mal den Bau von anderen Tieren als Behausung.
In seinem Revier hat er zahlreiche solche Unterschlupfe.
Fischotter sind Einzelgänger. Sie sind nur in der Paarungszeit kurz zusammen, diese hat allerdings keinen festen Zeitrhythmus.
Nach 60-tägiger Tragzeit kommen zwischen 1 - 3 Jungen mit geschlossenen Augen zur Welt mit einem Gewicht von ca. 100 g. Die Augen öffnen sich nach etwa 3 - 4 Wochen, mit 2 1/2 Mon. verlassen sie mit ihrer Mutter erstmals den Bau.
Sie bleiben ca. 1 Jahr bei ihrer Mutter und sind dann gewappnet für ein selbständiges Leben.
Die Männchen sind mit 2 Jahren, die Weibchen mit 3 Jahren geschlechtsreif. Sie können zwischen 8 und 13 Jahre alt werden.
In Deutschland gibt es nur in einigen Regionen Fischotter, vor allem in den östlichen Bundesländern, aber auch in Bayern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.
Sie werden ungefähr auf 700 Exemplare geschätzt.
Ende des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts wurden in Deutschland bis zu 10.000 Fischotter getötet, vor allen Dingen wegen ihres Felles, aber auch weil sie als Fischräuber galten.
Heute machen dem Fischotter der Straßenverkehr und auch Fischreusen das Leben schwer.
Da der Fischotter so gut wie keine natürlichen Feinde hat, ist sicherlich auch die Zerstörung seiner natürlichen Lebensräume mit verantwortlich für seinen Rückgang.
Seit 1968 darf der Fischotter in Deutschland nicht mehr gejagt werden. Europaweit gilt dieses Verbot seit 1978.
Durch nationale Gesetze und durch internationale Abkommen ist der Fischotter vor weiterer Ausrottung geschützt.
Der Mensch kann diesen Schutz aber nur durch die Wiederherstellung und Erhaltung noch intakter Lebensräume gewährleisten, so
dass wir und zukünftige Generationen uns wieder und hoffentlich noch lange an diesem liebenswerten Geschöpf erfreuen können.
Besuchen Sie doch einmal das Otter-Zentrum in Hankensbüttel (Lüneburger
Südheide). Dort
können Sie sich Fischotter, Stein- und Baummarder, Hermelin, Iltis, Frettchen
und Dachs in ihrer natürlichen Umgebung ansehen. Auch 3 Otterhounds leben dort und warten
auf Ihren Besuch.
Machen
Sie sich und ihren Kindern mal wieder eine
Freude !
Zwischendurch gönnen Sie sich
dann eine Pause im
gemütlichen Selbstbedienungsrestaurant und genießen dort die frisch und lecker
zubereiteten Speisen (ab und zu gibt es auch "Fischotterspuren-Brot"), mmhmm
- lecker !
VIEL SPASS !
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